In der Praxis der Suchtmedizin und Psychiatrie kommt es immer häufiger vor, dass bei einem Patienten gleichzeitig eine Suchterkrankung und eine psychische Störung diagnostiziert wird. Dabei kann es sich um eine Depression, eine Angststörung, eine bipolare affektive Störung, eine Schizophrenie oder eine posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) handeln. Dieser Zustand wird als Doppeldiagnose bezeichnet.
Bei einer Doppeldiagnose verstärken sich Sucht und psychische Erkrankung gegenseitig: Psychische Instabilität erhöht das Risiko des Substanzkonsums, und der Substanzkonsum wiederum verschlimmert den Verlauf der psychischen Erkrankung. Dies ist ein Teufelskreis, der ohne professionelle Hilfe nur sehr schwer zu durchbrechen ist.
Im Renaissance-Zentrum in Polen entwickeln wir Programme, die beide Aspekte berücksichtigen - die Sucht und den psychischen Zustand des Patienten. Nur ein umfassender Ansatz bietet eine echte Chance auf nachhaltige Genesung.
Eine Doppeldiagnose (dual diagnosis, co-occurring disorder) ist ein Zustand, bei dem bei einer Person zwei schwerwiegende Erkrankungen gleichzeitig diagnostiziert werden: Abhängigkeit (von Alkohol, Drogen, psychoaktiven Substanzen, Glücksspiel) und eine psychische Störung.
Die gebräuchlichsten Kombinationen sind:
Es ist wichtig zu wissen, dass eine Doppeldiagnose nicht bedeutet, dass eine Erkrankung zweitrangig ist. Beide Erkrankungen erfordern Aufmerksamkeit und Therapie.
Wenn nur die Sucht behandelt wird, wird die psychische Störung einen Rückfall auslösen. Wenn nur die psychische Störung behandelt wird, wird die Sucht den Geist und den Körper zerstören.
Forschungsergebnissen zufolge haben 30 bis 50% Menschen mit einer Suchterkrankung eine gleichzeitige psychische Störung. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass sich Ärzte oder Familienangehörige nur auf eine der beiden Diagnosen konzentrieren. Dies führt zu einer Reihe von Problemen:
Beispiel: Eine Person mit PTBS nimmt möglicherweise Drogen, um ihre Flashbacks und Ängste zu unterdrücken. Wenn nur die Drogensucht, nicht aber das Trauma behandelt wird, bleibt das Risiko einer Störung hoch.
Die Behandlung von Patienten mit Doppeldiagnose erfordert ein multidisziplinäres Team: Psychiater, Suchttherapeuten, Psychotherapeuten, Krankenpfleger und manchmal auch einen Neurologen oder Endokrinologen.
Grundprinzipien der Behandlung:
Ein Beispiel für einen umfassenden Plan:
Die Behandlung einer Doppeldiagnose endet nicht mit der Entlassung aus der Klinik. Sie ist ein langfristiger Prozess, der ein kontinuierliches Selbstmanagement und externe Unterstützung erfordert.
Warum eine Langzeittherapie wichtig ist:
Formen der langfristigen Unterstützung:
Im Renaissance Centre strukturieren wir die Therapie so, dass die Patienten sicher ins Leben zurückkehren können: ihre Gesundheit wiedererlangen, ihre Beziehungen verbessern, ihren Platz in der Gesellschaft finden und ihre Ergebnisse über Jahre hinweg beibehalten. Der Weg zu einem erfüllten Leben ist möglich!
Die Doppeldiagnose ist sowohl für den Patienten als auch für die Fachleute eine Herausforderung. Mit dem richtigen Ansatz und einer umfassenden Therapie ist es jedoch möglich, nicht nur den Zustand zu stabilisieren, sondern auch ein erfülltes, bewusstes und glückliches Leben wiederherzustellen.
Wir bei Renaissance sind der Meinung, dass jeder Patient nicht nur eine Behandlung, sondern auch eine hochwertige Unterstützung in jeder Phase der Genesung verdient.

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